RAUM / HAFT
HAFT / RAUM

Zitrone: saftig und bunt / vom Tisch gefallen / ein Gespräch. Trennwand / Besucher und Gefangener/ am Tisch. Sich gegenüber.

Gardasee: 4 beliebige Tauben besetzen / ersetzen die imaginäre Idylle. Wenn die Realität zurückkehrt. Die Wahrheit ist im Pro / Spekt.

Der Schein trügt.

Der Trug scheint.

Raum III.: Jede Fluchtlinie führt zu neuem Stand / Ort. Neue Flucht. Fluchten. Flüchten.

Laufband: Sakral, das Kreuz übermächtig im Nacken/ davonlaufen, in ein eigenes Zu / Hause. Und trotzdem erkennen müssen, dass der eigene Frei / Raum Teil des Systems bleibt.

Spaghetti: Essen als neben / Sächlichkeit. Zuwenig Raum für Tisch und Stuhl und Mensch. Unordnung im System. Ins Eck gedrängte Kinderidylle. Ein Fall-Beispiel.

Vorübergehend: Nur vor-über-gehend gelingt es dem Menschen, beschämt, sich zu bekleiden / wenn schützende Mauern fallen, sich verschieben. Nicht Vergänglichkeit, sondern Hoffnung. Neuanfang.

Vorübergehend.

Biennale: Begegnung auf engstem Raum. Innerhalb der Fluchtlinien. Flüchtigkeit. Dann: Aus- ein-ander-streben. Wohin.

Zuhause: Zu-Hause. Auf-Hause. In-Hause. Bei-Hause. Um-Hausen. Ein-Hausen. Ein-Frieden!

Projektion: Geschehnisse aus dem Haus projizieren sich in den Kopf.

Geschehnisse aus dem Kopf projizieren sich in das Haus. Abhängigkeit, wechselweise.

Über-Welt-igt.

Am Tisch: Kurz / ungeschützt am Präsentiertisch. Ent-haust.

Zurück-gezogen / Vor-geschoben. Ein-gegliedert.

Der Tisch als Ort der Begegnung lässt viele Laden offen. Seine Wirklichkeit ist vergangen. Ein Skelett der Seele.

Unter "häuslicher Gewalt" versteht man die Kraft, die dem an sich wertfreien Haus angetan wird. Das Haus verletzt den Menschen / der Mensch verletzt das Haus: baut um, zieht aus. Ver-zieht sich / ver-zeiht sich.

Aber: Am Tisch serviert kann gegessen und verdaut werden. Ver-Stand/en.

Dr. Günther Loewit